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Zauberhaftes Wernigerode – 10 Dinge, die du unbedingt sehen musst

enthält unbezahlte Werbung

Aufgrund seiner Lage unweit des Brockens ist Wernigerode die ideale Basis für Ausflüge in den Nationalpark Harz oder für Erkundungen der näheren Umgebung und Städte. Was Wernigerode alles zu bieten hat und warum sich ein Städtetrip auf jeden Fall lohnt, zeige ich dir im folgenden Artikel.

 

Blick vom Schloss Wernigerode in das Tal und auf den Brocken
Blick vom Schloss Wernigerode in das Tal und auf den Brocken

Wissenswertes

 

Land: Deutschland

Bundesland: Sachsen-Anhalt

Landkreis: Harz

Einwohnerzahl: 32.534

Fläche: rund 170 Quadratkilometer 

 

>> Sonstiges >> Wenn du in Wernigerode übernachtest, musst du eine Kurtaxe in Höhe von 2,80 EUR pro Person/Tag zahlen. Im Gegenzug bekommst du dafür das "Wernigerode -Ticket", in dem jede Menge Coupons und Rabatte für Restaurants, Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Zudem kannst du damit auch die Öffentlichen Verkehrsmittel im Landkreis Harz kostenfrei nutzen.

Die Altstadt von Wernigerode 

 

Zu den Sehenswürdigkeiten von Wernigerode gehört auf jeden Fall die liebevoll restaurierte Altstadt mit ihren farbenfrohen und reich verzierten Fachwerkhäusern, welche der Stadt auch den Namen „Die bunte Stadt am Harz“ einbrachten. Besonders in der „Breiten Straße“ sind viele dieser Fachwerkhäuser zu finden, welche meist im Untergeschoss kleine Läden und Geschäfte beherbergen. Zudem ist die Altstadt von Wernigerode von zahlreichen Restaurants gesäumt. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas passendes dabei. 

 

Schloss Wernigerode

 

Auf einer Anhöhe von rund 100 Metern thront das Schloss über der Stadt Wernigerode. Ursprünglich eine mittelalterliche Burg, wurde es im Laufe des 16. Jahrhunderts zu einer Renaissancefestung umgebaut. Diese wurde jedoch im dreißigjährigen Krieg so schwer verwüstet, dass Graf Ernst zu Stolberg-Wernigerode im späten 17. Jahrhundert mit dem Umbau der Burgreste zu einem romantischen Residenzschloss begann. Seit 1930 ist das Schloss in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich. Zwei Museumsrundgänge führen dich durch die original eingerichteten Wohnräume des Schlosses. Ein wirklich schönes Erlebnis, welches einem einen wunderbaren Einblick über das Leben des Hochadels im 19. Jahrhundert verschafft. Zudem wird dir von den Höhengärten vor dem Eingang eine atemberaubende Sicht über Wernigerode und den Brocken geboten.

 

Anfahrt:  Du kannst zum Schloss hochlaufen, beispielsweise vom „Parkplatz am Anger“ oder mit der Schloss- oder Bimmelbahn hochfahren.

 

Eintritt: Erwachsene 7 Euro / Kinder 3,50 Euro

 

Wernigeröder Bimmelbahn

 

Der Aufstieg zum Schloss Wernigerode lässt sich zu Fuß oder auch bequem und entspannt mit der Schlossbahn bewältigen. Die Bahnen verkehren alle 30 Minuten von mehreren Haltestellen in der Innenstadt zum Schloss. Während der Fahrt gibt es vom „Lockführer“ noch ein paar wissenswerte Informationen über Wernigerode. So bekommt man eine Fahrt zum Schloss und eine Stadtrundfahrt unter einen Hut.

 

Haltestellen: Alte Kapelle / Krummelsches Haus / Uhr Schlossparkplatz Anger / Schloss Wernigerode

 

Preis für Hin- und Rückfahrt: Erwachsene: 6,00 € / Kinder: 3,00 €

Historisches Rathaus Wernigerode 

 

Das Rathaus befindet sich direkt am Marktplatz und zählt neben dem Schloss Wernigerode zu den bekanntesten Gebäuden der Stadt. Zum ersten Mal wurde es im Jahre 1277 urkundlich erwähnt. Der Fachwerkbau, welcher bis in die heutige Zeit erhalten ist, entstand im 15. Jahrhundert. Seine endgültige Optik erhielt das wunderschön verzierte Rathaus dann zur Mitte des 16.Jahrhunderts. In den altehrwürdigen Mauern befindet sich außerdem das Restaurant „Ratskeller“. Das stillvolle Ambiente und die deutsche Küche bieten den perfekten Rahmen um den Tag ausklingen zu lassen oder sich zum Mittag zu stärken. 

 

Das Rathaus in Wernigerode- Einer der beliebtesten Fotospots der Stadt
Das Rathaus in Wernigerode - Einer der beliebtesten Fotospots der Stadt

Museum "Schiefes Haus"

 

„Das Schiefe Haus“ in Wernigerode befindet sich direkt hinter dem Rathaus. Mit seinen 7 Grad ist es fast doppelt so schief, wie der Schiefe Turm von Pisa. Das Haus wurde 1680 als Walkmühle der Tuchmacher anstelle einer alten Mühle errichtet. Die Strömung des damals noch offenen Mühlgrabens umspülte die Grundmauer, woraufhin sich die Ostfassade des Hauses senkte. Das Innere des Gebäudes dient heute als Museum und Galerie.

 

Eintritt: 1 Euro je Besucher 

 

Tipp: Vor dem Gebäude befindet sich eine Sonnenuhr, welche von einem Meer aus Blumen umgeben ist. 

 

"Kleinstes Haus" Wernigerode 

 

"Das kleinste Haus" in Wernigerode befindet sich in der Kochstrasse und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Es ist gerade einmal 2,95 Meter breit und 4,50 Meter hoch und verfügt über einen Eingangsbereich und einer Küche im Erdgeschoss, einem Wohnraum im ersten Stock und einer Schlafkammer unter dem Dach. Das Haus diente bis in die 70er Jahre als Wohnhaus und wurde angeblich von bis zu 11 Personen bewohnt. Ein kleines Museum zeigt heute, wie es sich in dem kleinsten Haus in Wernigerode gelebt hat.

 

Eintritt: 1 Euro je Besucher

 

Mittelalterliche Stadtmauer mit Halbschalentürmen

 

Unterhalb des Wernigeröder Schlosses befindet noch ein Teil der Stadtmauer. Diese wurde im 13. Jahrhundert zum Schutz der mittelalterlichen Stadt errichtet. Heutzutage sind nur noch wenige hundert Meter Mauerreste und ein paar Wehrtürme in Halbschalenbauweise erhalten. Die Relikte der alten Stadtmauer befinden sich im Südosten des historischen Stadtkerns sowie im Westen in Form des Westerntorturmes. Der Süden der Stadt verfügt sogar noch über Teile des vorgelagerten Grabens. Dieser ist mitsamt dem Mauerwerk Bestandteil einer kleinen Parkanlage.

 

Liebfrauenkirche in Wernigerode

 

Die Liebfrauenkirche steht in der Wernigeröder Altstadt im einstigen Viertel der Handwerker und Kaufleute. Hier wurde im Jahre 1533 der erste evangelische Gottesdienst der Stadt abgehalten. Im Jahre 1751 fiel sie bei einem verheerenden Stadtbrand vollständig den Flammen zum Opfer. Fünf Jahre später wurde am selben Standort der Grundstein für eine neue Kirche gelegt. Im Jahre 1762 konnte das Bauwerk fertiggestellt und eingeweiht werden. Heutzutage wird die Liebfrauenkirche neben religiösen Zwecken auch für musikalische Vorführungen genutzt. Der Kirchturm verfügt über eine Aussichtsplattform in rund 30 Metern Höhe. Wer einen herrlichen Rundumblick über die Stadt und die Umgebung haben möchte, kann dies von hier aus erleben.

Kirchturm der Liebfrauenkirche in Wernigerode
Kirchturm der Liebfrauenkirche in Wernigerode

Krummelsches Haus

 

 1674 ließ sich der wohlhabende Kornhändler Heinrich Krummel dieses prächtige Haus bauen, dessen Fachwerk lückenlos hinter einer kunstvoll geschnitzten Holzfassade verschwindet. Jedes Feld ist mit verschiedenartigen Motiven verziert, welche jeweils eine symbolische Bedeutung haben und ein eigenständiges Kunstwerk darstellen. Genaues hinschauen lohnt sich.

 

Kunstvoll geschnitzte Holzfassade
Kunstvoll geschnitzte Holzfassade

Harzer Schmalspurbahn

 

Mit über 140 Kilometern verfügt die Harzer Schmalspurbahn über das längste Schmalspur-Streckennetz in Deutschland. Das ganze Jahr über fahren hier 25 Dampflokomotiven auf drei Strecken und passieren hierbei nahezu 400 Brücken, Wasserdurchlässe und Überführungen sowie einen Tunnel. Dabei werden über 40 Bahnhöfe und Haltestellen angefahren. Das Rauchen und Pfeifen der Lokomotive ist für Groß und Klein eine Zeitreise in eine andere Welt.

 

Start der Brockenbahn in Wernigerode: Die Brockenbahn startet am Hauptbahnhof, direkt neben den "Großen Bahnen" der DB.

 

Weitere Stationen im Stadtgebiet von Wernigerode: "Westerntorbahnhof" (Unter den Zindeln / Ilsenburger Straße), "Hochschule Harz" (Kirchstraße), "Hasserode" (Am Floßplatz) und "Steinerne Renne" (Bielsteinchaussee).

 

Es gilt ein einheitlicher Fahrpreis von jeder Station der Harzer Schmalspurbahn hinauf zum Brocken:

Erwachsene: Einfache Fahrt 31 Euro / Hin- und Zurück 47 Euro

Kinder: Einfache Fahrt 18,50 Euro / Hin- und Zurück: 28 Euro 

 

Hotelempfehlung: Schlossberg-Hotel Wernigerode

 

Das Schlossberghotel in Wernigerode liegt direkt am Fuße des Schlossbergs und ist nur etwa 5 Gehminuten von der Altstadt und zahlreichen Restaurants entfernt. Es umfasst ein eine alte Villa aus dem Jahre 1874, welche als ehemalige Dienstwohnung von Carl Frühling, dem Architekten des Wernigeröder Schlosses diente und einem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1750. Beide Gebäude sind mit liebevoll eingerichteten Zimmern ausgestattet, welche zum Erholen einladen.

 

Die Lage des Hotels ist ruhig gelegen, sodass wir nachts ohne Probleme mit offenem Fenster schlafen konnten. Eine Terrasse mit Panoramablick zum Brocken rundet das Bild ab. Wir hatten ein Doppelzimmer im Fachwerkhaus gebucht, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Die Zimmer sind schön groß und verfügen über einen TV, einen kleinen Kühlschrank, eine Sitzecke und ein voll ausgestattetes Bad mit Föhn und Handtuchheizung. Das gesamte Personal, war trotz der Corona-Zeit sehr freundlich und hilfsbereit. Das Frühstücksbuffet war ein Traum. Von Brot und Brötchen bis hin zu verschiedenen Wurst- und Käsesorten, Fleisch- und Eiersalat, verschiedene Müsli- und Joghurtsorten sowie frischem Obst und Gemüse war alles dabei. Kurzum, der perfekte Start in den Tag.

 


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